Sonntag, 24. Juli 2016

Wie man 9 von 10 Schlaganfälle vermeidet - Spoiler: Es hängt mit dem Lebensstil zusammen ;-)


Manchmal wünschte ich, dass manche Dinge die im Deutschen Ärzteblatt erscheinen "Für Dummies" auch für die Bildzeitung aufbereitet werden würden. Nicht, dass ich glaube, dass sich dadurch in der Bevölkerung was ändert, sondern vielmehr für den nachfolgenden: "Du kannst jetzt nicht behaupten, dass du es nicht gewusst hättest"-Effekt.

Im Deutschen Ärzteblatt erschien letzte Woche ein Artikel, der sich auf eine neue Studie bezog, die auch in der Lancet erschien, welche zum Ergebnis hatte, dass 9 von 10 Schlaganfällen, mit Hilfe eines besseren Lebensstils vermeidbar wären. Dabei geht es natürlich wieder um die selben Risikofaktoren, um die es immer geht. Es wird schon fast langweilig. Und da ein Schlaganfall ein Hirninfarkt ist, der quasi das selbe ist wie ein Herzinfarkt, nur in einem anderen Organ, kann man alles was hier gesagt wir, regelrecht auf Herzkrankheiten übertragen.

Die Studie ist INTERSTROKE betitelt und basiert auf 13447 Schlaganfallpatienten und 13472 Kontrollen aus 32 Ländern.

Hauptrisikofaktor für einen Schlaganfall, und damit verantwortlich für 47,9% aller Schlaganfälle ist Bluthochdruck. Ich hab ein Video über Bluthochdruck gedreht, als dieser von der Bildzeitung aufgegriffen wurde und da erwähnt, was man machen kann, um den zu senken. Am effektivsten ist hier natürlich eine Salzreduktion und der Übergang zu einer möglichst fettarmern und pflanzlichen Ernährung. Die meisten Veganer haben nur einen Blutdruck von 110/70, den man sonst nur bei Teenagern regelhaft findet.

Risikofaktor Nummer 2 ist Bewegungsmangel. Mit 4 Stunden körperlicher Bewegung in der Woche, völlig egal ob das Ausdauersport ist oder nur mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, kann man sein Risiko einen Schlaganfall zu erleiden um 40% senken. Die globale Wahrscheinlichkeit einen zu kriegen liegt bei 35,5%

Risikofaktor Nummer 3 ist das allgegenwärtige Übergewicht. Nicht, dass sich das nicht in den meisten Fällen aus Bewegungsmangel und falscher Ernährung ergeben würden, aber es gibt nun mal auch schlanke Menschen, die einen Schlaganfall erleiden. Die Schwiegermutter meiner Schwester ist so ein Fall, aber die hat noch einen weiteren Risikofaktor, der weiter unten liegt. Übergewicht ist für 36,7% aller Schlaganfälle verantwortlich. Zumindest in der westlichen Welt  und deshalb ist das Risiko hier größer als bei #2. Weltweit ist Übergewicht nur für 18,6% der Schlaganfälle verantwortlich. Sogar, wenn man sich das Übergewicht mit gesunder Nahrung angefressen hat.

Nummer 4 ist die "ungesunde" Ernährung - ich frage mich echt, wie man in der Studie die einzelnen Risikofaktoren voneinander trennte! - die in der westlichen Welt für 33,3% aller Schlaganfälle verantwortlich ist.

Risikofaktoren 5, 6 und 7 sind Herzerkrankungen, hohe Cholesterinwerte und Diabetes.

Und Nummer 8 und 9 sind das Rauchen und übermäßigeTrinken.

Manchmal weiß ich nicht, warum man 12 Semester Medizin studieren muss, wenn man 90% aller Krankheiten mit 4 Maßnahmen heilen bzw. vermeiden kann: fettarm, vollwertig und pflanzlich essen, sich bewegen, Zigaretten meiden und Alkohol nur in sehr geringen Mengen konsumieren.

Ich weiß auch nicht, warum man das überhaupt auf 4 Maßnahmen ausweiten muss, denn eigentlich gibt es hier nur einen einzigen Defekt und der ist so groß wie eine Erbse und ist paarig angelegt und befindet sich ziemlich mittig in beiden Hälften unseres Gehirns: Das Belohnungssystem: Rauchen, Trinken und falsches Essen sind Süchte. Und ein Körper der hyperstimuliert ist durch Substanzen und gleichzeitig durch sie geschädigt wird, hat auch keinen "Spaß" an Bewegung. Alles klar? - Hier hilft nur eine Suchttherapie und nicht etwa die Entwicklung neuer Medikamente. Und die muss wahrscheinlich per Massenpsychologie erfolgen.

Menü des Tages am 23. Juli 2016 

Brokkoli und Tomaten


Haferflocken mit Kakao, Banane, Leinsamen, getrocknete Ananas, Heidelbeeren



Brokkoli mit Tempeh & Kohl vom Vortag nach einem Rezept von Katie Mae und Süßkartoffel


 1 Banane
3 Maiscakes

2 Schüsseln Eintopf aus allem was ich noch an Resten hatte: Sellerie, Kartoffeln, Schalotten, rote Linsen, Kräuterseitlinge, Weißkohl, Curry, Kreuzkümmel, Salz, Gemüsebrühe, Chili


2 Bananen

Die Klausurphase geht auf das Ende zu, morgen und übermorgen noch jeweils eine Klausur, und sie war mit Hilfe meines Lernplans wesentlich leichter zu ertragen. Womit ich mich gerade schwer tue, ist die Unimentalität. Ich weiß nicht, wann es passiert ist, dass ich aufgehört habe, für das Wissen zu lernen und angefangen habe für Klausuren zu lernen!? Aber das nervt, genau wie Vergleiche mit anderen Leuten nerven und Rangordnungen. Dr.Ingo Schymanski schreibt über die "Unbelohnende Wirkung" von Vergleichen auch in seinem Buch Im Teufelskreis der Lust Das passiert schon bei Tieren, dass die tollste Sache keinen Wert mehr hat, wenn andere Leute tollere Sachen haben. - Mir ist klar geworden, dass das total idiotisch ist und das Lernen deshalb keinen Spaß macht. Ich studiere nicht, weil ich Einsen in Klausuren haben will, sondern weil ich das Wissen haben will und wenn ich das Wissen habe, schreibe ich auch Einsen in Klausuren. - Also, andersherum zu denken ist völlig idiotisch, aber ich wette ich bin nicht der einzige Student, dem es so geht, weil wir denken das sei der leichtere Weg. Genau wie man denkt Appetitzügler seien der leichtere Weg als eine Ernährungsumstellung. Ist aber nicht so. - Deshalb ist auch die Klausurphase meistens die Hölle. Sie ist total unerfüllend, weil es pauken ist, weil es unter Stress ist und weil es Bulimielernen ist und das macht von vorne bis hinten keinen Sinn. Und wirklich lernen bzw. behalten kann man dabei auch nichts, weil unter solchen Umständen sich nichts memorieren läßt. Ich werde also auch damit aufhören und nächstes Semester innerhalb des Lernplans auch noch versuchen dem Stoff Interesse ab zu gewinnen. Denn es ist ja grundsätzlich auch interessant. Selbst, wenn man an Genetik z.B. nur wenig mit Ernährung ändern kann.

In der Vorklinik hatte ich ständige Angst. Zuerst, dass mit das Bafög entzogen wird, wenn die Leistung nicht stimmt und dann, dass ich 3 Mal durchs Physikum fallen könnte und das Studium dann damit vorbei ist. - Jetzt hingegen drängt absolut nichts. Ok, Ende 2018 fällt mein Bafög weg, aber dann könnte ich auch Teilzeit im Bioladen arbeiten. - Andererseits glaube ich nicht, dass das passiert, denn ich glaube, dass mit "Interesse" lernen und nicht Pauken, tatsächlich besser funktioniert. Dauerhaft.:-)

Alles Liebe,

Silke


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