Freitag, 3. März 2017

Plastik macht dick



Seit 30 Wochen beschäftige ich mich nun mit Zero Waste und muss leider sagen, dass meine Videos auf YouTube zum Thema Zero Waste nicht sonderlich gut an kommen. Ich nehme an, dass es den meisten Menschen so geht wie mir zuvor. Dass sie denken: "Aber es gibt doch Recycling, warum soll ich mich dann bemühen keinen Plastikmüll zu machen?" Das habe ich auch immer gedacht, bis ich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass nicht jedes Plastik recycelt werden kann und dass, wenn es denn recycelt werden kann, dieses unglaublich viel Energie erfordert, welche natürlich auch wieder aus irgendwelchen Ressourcen gewonnen werden muss. Recycling ist mittlerweile eine Ausrede dafür so viel Müll machen zu können wie man will! - Und das geht eben nicht... - Gleichzeitig interessieren sich viele meiner Zuschauer zwar für Gesundheit und Abnehmen, aber dann nicht für die schädlichen Inhaltstoffe im Plastik. Und dann wird mir gesagt: "Zero Waste interessiert mich nicht!" - Vielleicht trägt dieser Beitrag dazu bei, dass Zero Waste dann doch noch interessiert.

DocCheck, die Wissensquelle für Medizinstudenten im Internet, welche kürzlich schon diesen brillanten Beitrag über Nutella und Krebs bzw. Fett und Metastasierung geschrieben hat, hat nun einen Beitrag veröffentlicht in welchem über eine Studie berichtet wird, welche zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Bisphenol A gibt. Sprich: Plastik macht fett.

BPA ist so ungefähr in allem enthalten, was aus Plastik ist, mal abgesehen von Babyflaschen. Da ist es mittlerweile verboten. Sonst ist BPA in Deutschland nicht verboten, anders als in Kanada oder Frankreich. Der Beitrag von DocCheck beschäftigt sich auch nicht nur mit den Studien sondern verlinkt auch einen sehr guten Videobeitrag des SWR, in welchem es darum geht, warum es so schwer zu sein scheint, ein Verbot von BPA durchzusetzen, obwohl klar ist, wie schädlich es ist. - Auch hier stehen wieder wirtschaftliche Interessen im Vordergrund und die Industrie, der es so angenehm ist diesen Stoff unter die Leute zu bringen. Zudem wird nochmal erwähnt, dass es nicht nur BPA gibt, sondern man derzeit bei ca. 500 Substanzen in Verbrauchsgütern nicht weiß wie schädlich diese sind und was sie genau anrichten bzw. welche Höchstmengen tollerierbar sind.

Über BPA weiß man hingegen eine Menge und diese neue Studie zeigt ziemlich konkret wie BPA und Übergewicht zusammenhängen.

BPA ist ein endokriner Disruptor, was bedeutet, es bringt das Hormonsystem aus dem Gleichgewicht. BPA verschlechtert scheinbar die Wirkung des Sättigungshormons Leptin und zwar dann, wenn die Mutter während des dritten Trimesters eine besonders hohe BPA Konzentration im Urin aufwies. Wenn das Kind nach der Geburt Kontakt zu BPA hat, zeigte sich später kein Übergewicht. Im Umkehrschluss hat also ein Verbot von BPA in Babyflaschen zumindest was Übergewicht betrifft keinen Effekt. - In Bezug auf Hodenkrebs und schlechte Spermienqualität hingegen sehr wohl. BPA kann auch den Zahnschmelz schädigen und das Risiko an Autismus zu erkranken erhöhen.

Somit wissen wir wenigstens so viel: Schwangere sollte ernsthaft über Zero Waste nachdenken, wenn sie nicht wollen, dass ihre Kinder, wenn sie in die Schule kommen, übergewichtig sind, weil ihr Sättigungshormon Leptin nicht mehr ausreichend funktioniert. Und auch wenn man kleine Kinder, besonders Jungs hat, sollte man Plastik so weit es geht vermeiden, wenn man nicht will, dass sie Hodenkrebs bekommen oder unfruchtbar werden. - Und ich nehme auch an, dass das Risiko an Autismus zu erkranken durch BPA größer ist als Autismus als Impfschaden zurück zu behalten. Die Wahrscheinlichkeit eines Impfschadens ist nämlich so gering, dass er nur 1 Impfling von 1 Mio betrifft.

In dem Artikel werden zwei Studien besprochen. Eine ist eine Kohortenstudie an Menschen, die andere eine experimentelle an Mäusen, an welchen sich zeigte, dass der Kontakt mit BPA in einer  von einer offiziellen Behörde als unbedenklich eingestuften Menge die Neurobiologie der Tiere dauerhaft veränderte, so dass sie auch als Erwachsene noch übergewichtig waren.

Die Wissenschaftler räumen ein, dass sich die Ergebnisse aus der Mäusestudie nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen lassen, aber allein der Gedanke: Weil die Mutter während der Schwangerschaft zu viel BPA konsumiert hat, funktioniert dein Sättigungsmechanismus für den Rest des Lebens nicht und man bekommt Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und alles was sonst noch so mit Übergewicht korreliert. - Erschreckender Gedanke!

Menü des Tages am 01. März 2017

Schwarzer Kaffee

Haferflocken mit Regenerat Immun, Haselnüssen, Kakao, Bananen, Tangerine


Linsen mit Knoblauch, Zucchini, Salz und Pfeffer


1 Banane


2 Scheiben Vollkornbrot mit Senf und Tomate


grüner Tee
Veganes Sushi bei MakiMaki 


Apfe-Birne-Melonen-Smoothie  



Ich war erstmals in Kölns neuem veganen Sushi Laden und war hingerissen! - Jemand, der nicht weiß, dass es vegan ist würde eigentlich nichts davon merken, außer er sucht explizit nach Fisch. - Den es natürlich nicht gibt. Aber die verschiedenen Sushis-Varianten sind so abwechslungsreich, dass man gar nicht auf die Idee kommt, nach Fisch zu suchen. Tatsächlich dachte ich, ich hätte sogar Fisch gefunden! - Ein Maki, dass so aussah als hätte es rohen Thunfisch als Inhalt. Es war dann aber nur rote Bete.

Also, wer in Köln wohnt, sollte da unbedingt mal hin! - Es gibt MakiMaki aber auch in Münster, Osnabrück und Dortmund. Schwer empfehlenswert!

Alles Liebe,

Silke


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