Dienstag, 11. Juli 2017

Brokkolipille therapiert Diabetes



Der geneigte Leser weiß sicherlich, dass ich ein Riesenfan von Brokkoli bin. Ich halte Brokkoli für das gesündeste Essen der Welt und außerdem ist er geschmacklich mein Lieblingsgemüse.

Jetzt hat man rausgefunden (Quelle), dass Brokkoli, in Form von Sprossen, die man pulverisiert hat, in der Lage ist den Blutzuckerspiegel von Typ-2-Diabetikern zu senken. Und zwar über einen anderen Mechanismus als das beliebteste Diabetesmedikament Metformin, was dem Patienten die Möglichkeit gibt mittels Brokkolipille den Blutzuckerspiegel zusätzlich noch zu senken.

Ich muss direkt vorausschicken, dass ich absolut nicht der Auffassung bin, dass zur Therapie eines Typ-2- Diabetes überhaupt Medikamente notwendig sind, auch nicht, wenn sie, wie hier, "natürlichen" ursprungs sind. Ernährungsumstellung und Sport reicht da völlig aus. Ach was, Ernährungsumstellung alleine reicht schon aus. Aber eine Ernährung mit mehr Brokkoli bzw. mit mehr von allen Kohlsorten, ist da wahrscheinlich noch effektiver. Ich will hier also auf die Wirkung von richtigem, ganzen, echten Brokkoli innerhalb eine vollwertigen, pflanzlichen Ernährung hinaus und nicht eine Pille anpreisen.

Der Wirkstoff in Brokkoli nennt sich Sulforaphan und er kommt in allen Kohlsorten vor. Der ein oder andere unter euch hat vielleicht schon mal davon gehört. Dr. Greger hat bereits mehrere Videos darüber gedreht. Sulforaphan ist in der Lage die Gluconeogenese in der Leber zu hemmen, indem es über eine Translokation des Transkriptionsfaktors NFF2 die Produktion von Enzymen hemmt, die für die Gluconeogenese benötigt werden. Wenn die Leber keine Glucose synthetisieren kann, fällt der Zuckerspiegel im Blut.

Man hat bereits in mehreren Studien die Sicherheit von Supforaphan-Präparaten bestätigt, und so mussten für diese klinischen Studie vorab keine Tierversuche mehr gemacht werden. Man konnte direkt an Menschen beobachten und zwar an 97 Patienten mit Typ-2-Diabetes, die, bis auf 3, alles schon mit Metformin behandelt worden waren. Ergebnis war, dass nach 12 Wochen die Brokkolipille den HBA1C effektiver senken konnte, als in der Placebogruppe.

Brokkoligruppe: HBA1C von 7%

Placebogruppe: HBA1C von 7,37%

Die Schulmedizin und die Pharmafirmen denken sich jetzt natürlich, dass es eine tolle Sache wäre Diabetikern zusätzlich zu Metformin noch Brokkolipillen zu verschreiben. Aber ich denke: Man muss eh essen, Brokkoli ist lecker, vor allem mit Vollkornnudeln und Knoblauch und es ist immer besser, etwas so zu konsumieren, wie die Natur es geschaffen hat, als es industriell zu verändern. Also Brokkoli essen!

Studien an Ratten haben außerdem gezeigt, dass Brokkoli nicht nur in der Lage ist den HBA1C zu verbessen, sondern auch vor der Entstehung von Typ-2-Diabetes schützt. Also auch empfehlenswert für alle, die gar nicht erst Diabetiker werden wollen!

Menü des Tages am 3. Juli 2017

Zucchini



Haferflocken mit Zimt, Banane, Leinsamen, Paranuss, Kokosmehl und Pfirsich


1,5 Kaffee, schwarz


Gemüsepfanne aus Möhren, Aubergine, Wakame, Paprika, Reis, Kichererbsen, Curry, Thymian, Salz, Pfeffer


1/2 Tasse Kaffee


Salat aus roten Linsen, Hirse, Romana, Paprika, Tomate, Orangensaft, Mandeln, Knoblauch, Salz und Pfeffer



1 Banane



Das war ein Ausnahmentag von der 365 Tage Challenge, weil ich den ganzen Tag unterwegs war und überraschend in der Mensa essen musst, was ja, Gott sei Dank, immer vegan möglich ist, aber eben nicht challengetauglich.

Damit habe ich jetzt seit dem 24.04. satte 8 Ausnahmentage gemacht und das war für den Zeitraum eigentlich viel zu viel. Momentan denke ich nicht, dass ich es schaffen werde bis nächstes Jahr April nur 18 Ausnahmen zu machen. Immerhin kommt noch mein Geburtstag, Weihnachten und sonstige Einladungen hinzu. Aber ich zähle auf jeden Fall weiter bis dahin mit. Die Herausforderung bleibt weiter bestehen, denn darum geht es ja in einer "Challenge".

Alles Liebe,

Silke


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